Chronische Wunden: Optimale Ernährung für Wundheilung zielführend? Tipps

31.03.2023

Diabetiker vom Typ 2 haben oft beträchtliche Blutzuckerschwankungen, was eine Schädigung von Nerven und Blutgefäßen nach sich zieht. Es entstehen Geschwüre auf der Haut (Einzahl: Ulcus cruris), die innerhalb einer Zeitdauer von acht Wochen nicht abheilen und chronisch werden.

Die Deutsche Diabetes Gesellschaft rät deshalb dringend zur Prävention, weil auch schlechte Ernährung und zu wenig Bewegung für den Zustand eine Rolle spielen. Übergewichtige (Adipöse) können trotz ihres hohen Körpergewichtes mangelernährt sein, was die Wundheilung und die Infektabwehr deutlich herabsetzt. Eine Gewichtsreduktion ist bei diesen Menschen schwierig, da sie ihren Allgemeinzustand noch weiter schwächen könnte.

Ein Flüssigkeits- und Eiweißverlust durch Wundsekret-Bildung bei großflächigen Wunden kann auch durch Ersatz einer ausreichenden Menge an Proteinen und Flüssigkeit schwierig für die Arbeit der Nieren oder das Herz werden. Auch bringen Kuren mit Aminosäuren (Bausteine der Proteine), Vitaminen und Mineralstoffen nicht den gewünschten Effekt des Nährstoffausgleiches.

Glücklicher Patient

Prävention und Ernährung bei chronischen Wunden: Strategien für gesunde Lebensweisen

Mit Hilfe der richtigen Präventionsmaßnahmen lassen sich ungesunde und gesunde Lebensweisen erlernen. Hierfür sind aber gezielte Strategien notwendig, zu denen laut Nationaler Diabetesstrategie vor allem Steuersenkungen auf gesunde Lebensmittel zählen; ferner Nutri-Score-Kennzeichnungen auf alle Lebensmittel sowie eine frühe Vorbereitung der Jüngsten in Kita und Schule.
ExpertInnen empfehlen zudem ausreichend körperliche Bewegung und ein Werbeverbot für überflüssige Lebensmittel.

Eine optimale Ernährung bei Wundheilungsstörungen besteht aus Antioxidantien wie Vitamine A, C und E. Des Weiteren sollten ausreichend Eiweiße und Flüssigkeit aufgenommen werden. Betroffene, die sich nicht ausreichend mit Kalorien versorgen, können zu hochkalorischer Trinknahrung greifen. Gemüse enthält zudem sekundäre Pflanzenstoffe, die gesundheitsfördernde Eigenschaften haben und zu den Naturstoffen gehören. Fachleute für eine gesunde Ernährung können den Betroffenen mit chronischen Wunden bei der Auswahl der Lebensmittel beratend zur Seite stehen.